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Truecrypt 5.0 PBA im Test

Juppi. Truecrypt 5.0 ist erschienen. Damit wird erstmals auch Festplattenvollverschlüsselung mit pre-boot authentification (PBA)

Auf diese neue Feature habe ich mich schon seit einiger Zeit gefreut.

Ich habe es mir jetzt mal zur Aufgabe gemacht ein benutzerorientiertes Review zur Festplattenvollverschlüsselung zu schreiben.

Folgende Punkte sind aus meiner Sicht am interessantesten:

  • Wofür: Was bringt der Einsatz von Truecrypt mir?
  • Durchführung: Wie wird Truecrypt so installiert, das mein gesamtes System geschützt ist?
  • Geschwindigkeit: Wie wirkt sich das auf die Systemperformance aus?

Eins vorweg, alle diese Erfahrungen beziehen sich auf eine VM-Umgebung. Rückschlüsse auf tatsächliche Systeme sind also nur bedingt möglich.

Zur Geschwindigkeit noch ein wesentlicher Punkt. Das System auf dem die VM läuft ist mit einem Quadcore 2,4 GHz ausgestattet.

Wofür

Ich hatte es in einem anderen Eintrag bereits beschrieben.

Warum man die Festplattenvollverschlüsselung den Containern von Truecrypt vorziehen sollte, ist ein ganz einfacher.Windows schreibt auch einmal gerne Daten die eigentlich in den Container (und nur darein gehören) in Temp-Dateie und Auslagerungsdateien, kurz gesagt irgendwo hin, wo sie nicht hingehören.

Zwar gibt es (wie im erwähnten Eintrag beschrieben) Möglichkeiten, das zu verhindern. Aber die sind doch eher nichts für den Laien und lassen selbst Experten immer mit einem Grummeln im Magen zurück.

Daher entledigt man sich dem ganzen Aufwand recht elegant, indem man einfach die ganze Platte verschlüsselt.

Durchführung

Die Installation selber ist komplett Assistenten gestützt. Einzige Vorraussetzung sind Adminrechte, ein Brenner + Rohling und etwas Zeit.

Einmal EULA akzeptieren bitte: Truecrypt 5.0 EULA

Installationsort wählen: Truecrypt 5.0 Pfad auswählen

Noch ein Paar mal weiter und Truecrypt ist installiert, nach einem erneuten Start von Truecrypt geht es weiter:

Zu erst einmal, muss festgestellt werden, welcher Algorithmus der schnellste ist:

Dafür klickt man Tools->Benchmark, das Ergebnis dürfte in Etwa so aussehen:

Truecrypt 5.0 Benchmark VM

Damit ist klar, das Twofish der schnellere Algorithmus ist. Da alle Algorithmen in Truecrypt bisher nicht geknackt und eigentlich auch gleich sicher sind, ist es egal welchen man nimmt. Der Geschwindgikeit wegen entscheide ich mich in dieser Installation für Twofish, aber es muss jeder Selber wissen, was er nehme möchte.

Via System->Encrypt System Partition /Drive… startet man den Setup.

Nun, die Frage ob man die gesamte Festplatte verschlüsseln möchte, oder nur die Systempartition:

Truecrypt 5.0 Area to Encrypt

Beider Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Ein Laie, der sein gesamtes System sichern möchte, sollte einfach “Encrypt the whole drive” wählen. Nur die system Partition zu verschlüsseln bietet zwar einige Vorteile, hat aber auch den Nachteil, dass auf die unverschlüsselte Partition Daten “lecken” könnten.

Hat man nur eine große C: Partition (80% der Rechner *hust*) ist es eh egal. Dann wählt man “Enrypt the whole drive”.

Als nächstes wählt man aus,wie viele Betriebssysteme installiert sind. Am besten folgt man hier einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Truecrypt 5.0 OS-Wahl

Nun wählt man den Algorithmus aus, mit dem Truecrypt die Daten verschlüsseln soll. Ich sagt bereits oben, aus Performancegründen empfehle ich an dieser Stelle den Algorithmus auszuwählen, der als schnellster im Benchmark ermittelt wurde. In meinem Fall Twofish:

Truecrypt 5.0 Algorithmuswahl

Nun kommt die Passworteingabe. Mit diesem Passwort steht und fällt die Sicherheit der Daten.

Ich habe für die Testumgebung ein schwaches Passwort gewählt, aber man muss bedenken, das hier eingegebene Passwort ist die wichtigste Bastion gegen Angriffe.

Truecrypt 5.0 Password

Nur ein sicheres Passwort schützt.

Nach ein paar mal “next-geklicke möchte Truecrypt eine Rettungs-CD erstellen.

Truecrypt 5.0 Rescue Disk

Diese sollte gebrannt werden. Das kann man zwar umgehen, in dem man die ISO via eines Virtuellen CD-Rom-Laufwerks einliest, aber ich würde jedem empfehlen die ISO zu brennen. (Wenn dieser Satz nicht verstanden wurde, brenne die CD!)

Truecrypt 5.0 Rescue Disk Check

Nun muss noch gewählt werden, ob die unverschlüsselten Daten vorher noch ein-bis-23-mal überschrieben werden sollen. Paranoide Geister können das machen, wer wirklich schützenswerte Daten hat sollte es machen. Ich hab es jetzt für diesen Testlauf unterlassen.

Truecrypt 5.0 Wipe Mode

Truecrypt möchte als Nächstes überprüfen, ob es überhaupt booten kann. Dazu startet Truecrypt einmal den Rechner neu, um zu testen, ob der Bootloader korrekt installiert wurde:

Truecrypt 5.0 Pretest

So sieht der neue Bootloader aus. Diesen darf man ab sofort vor jedem Boot durchlaufen:

Truecrypt 5.0 PBA Passworteingabe

Hat man es zurück ins System geschafft kann man mit der Verschlüsselung des Systems beginnen.

Truecrypt 5.0 Verschlüsselung

Jetzt holt man sich am Besten eine Kaffee.

Truecrypt 5.0 Verschlüsselung

Irgendwann ist Truecrypt dann fertig und man hat ein verschlüsseltes System.

Geschwindigkeit

Eine wichtige Frage bei Verschlüsselung ist immer, ob und wie es sich auf die Performance eines Systems auswirkt.

Dazu ist zu erst eines festzustellen:

Die Flaschenhälse in einem aktuellen System sind die Festplatten. Die Ent-/Verschlüsselung der Daten erfolgt aber nicht auf dieser, sondern, im Arbeitsspeicher des Rechners.

Somit wird die Lese-/Schreibleistung im wesentlichen durch Arbeitsspreicher- und Prozessorgeschwindigkeit bestimmt.

Auf meinem System schaffe ich sowohl in der VM als auch auf dem System selber eine Ent-/Verschlüsselungsgeschwindigkeit die weit über dem Datendurchsatz meiner Festplatte liegt.

Hier mal der Vergleich mittels des Truecrypt-Benchmarks (Alle Operationen laufen im Speicher ab, sind somit als Obergrenze der möglichen Geschwindigkeit zu verstehen.) :

Der Truecrypt-Benchmark (Version 4.3a) auf meinem System:

Truecrypt Benchmark Host

Das gleiche in der VM (Truecrypt 5.0):

Truecrypt 5.0 Benchmark VM

Die tatsächliche Einbuße gegenüber einem unverschlüsselten System lässt sich zwar nur schwer vorhersagen, aber meine Erfahrung mit Truecrypt und anderen Systemen sagt, dass man bei einem halbwegs aktuellen System mit einem Core2Duo oder schnellem Pentium 4 keine merklichen Einbußen erleidet. (Oder vergleichbaren Prozessoren) Alles was hier an Einbußen entsteht ist aber maximal mittels eines Benchmarks zu sehen und nicht spürbar.

Auf meinem QuadCore schaffe ich es nicht einmal messbare Einbußen zu schaffen. Allerdings ist meine Festplatte auch “nur” SATA-I tauglich und die Platte selber schafft gerade mal 50MB/s.

Getestet mit einem einfachen Truecrypt-Container Version 4.3a:

D: ist unverschlüsselt, E: ist ein mit AES verschlüsselter Truecrypt-Container (auf einer anderen Platte)

DiskBench mit Truecrypt 4.3a

Flaschenhals Festplatte q.e.d. :)

Da in der VM allerdings die Schreib- bzw. Leserate massiv abfällt, sind die Schreib-/Lesewerte selber sind vollkommen unbrauchbar und nicht mit realen Systemen zu vergleichen. Es geht aber nicht darum geht die Lese- bzw. Schreibrate selber zu bestimmen, sondern nur ihren Abfall, daher reicht die VM aus. Denn die reinen Verschlüsselungsoperationen werden durch die VM nicht (ernsthaft) verlangsamt. (Siehe oben.)

Aber, genug des Erzählens, nun folgen nackte Zahlen:

Der Truecrypt-Benchmark (Version 4.3a) auf meinem System:

Truecrypt Benchmark Host

Das gleiche in der VM (Truecrypt 5.0):

Truecrypt 5.0 Benchmark VM

Man kann also erkennen, das die VM-Umgebung keinerlei Einfluss auf die reine Verschlüsselungsgeschwindigkeit hat.

Disk Bench (in der VM):

Mit Truecrypt: DiskBench VM mit Truecrypt 5.0

Ohne Truecrypt: DiskBench VM ohne Truecrypt 5.0

Faszinierender weise ist der Benchmark mit Truecrypt sogar schneller, das kann entweder an einer Defragmentierung der (virtuellen) Platte liegen oder daran das irgendetwas Puffert.

Was ich zeigen wollte ist jedoch, das die Geschwindigkeit in VMs für Schreibbenchmarks vollkommener Blödsinn ist.

Nimmt man allerdings die Daten des Host-Systems:

D: ist unverschlüsselt, E: ist ein mit AES verschlüsselter Truecrypt-Container (auf einer anderen Platte)

DiskBench mit Truecrypt 4.3a

Kann man sich eine ungefähre Vorstellung von den “gigantischen” Geschwindigkeitseinbußen machen.


5 comments 06.02.2008

Stargate - The Ark of Truth

Der Stargate (SG1) Film “The Ark of Truth” ist ins Internet geleakt und über die bekannten Torrent Seiten (piratebay.org mininova.org) abrufbar.

Es handelt sich dabei um einen Workprint, bei dem noch einige Spezialeffekte (Nur CGI) unfertig sind.

Ich konnte nicht widerstehen und habe ihn heruntergeladen und angesehen. Ich sage nur eins, einfach geil!

Wer nicht gespoilert werden möchte, lese bitte nicht weiter.

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Add comment 01.01.2008

Tip: Warum war Jesus nicht Rechtsschutzversichert

Das geniale Comedy von Werner Koczwara, Warum war Jesus nicht Rechtsschutzversichert, ist einfach zum totlachen.

Ein Tip für alle, die sich schon einmal über die Irren und Wirrungen der deutschen Rechtsordnung gewundert hat.

Die schlechte Amazon.de-Bewertung spiegelt nicht die Qualität der CD wieder, sondern bezieht sich nur darauf, dass es sich um eine Best-Of-CD handelt.


Add comment 11.12.2007

Stargate Atlantis: This Mortal Coil

So, gerade das Mid-Season Final von Stargate Atlantis geschaut und ich muss sagen, es hat mit gefallen.

Zwar erinnert der Inhalt stark an eine Stargate SG1 Folge und irgendwie war, wenn man Stargate SG1 10 Jahre lang geschaut hat das Ende auch klar, aber aus reiner Stargate Atlantis Sicht findet die Season mit dieser Folge einen würdigen Abschied in die Winterpause.

Wer sich den Inhalt kurz durchlesen möchte:

http://en.wikipedia.org/wiki/This_Mortal_Coil_%28Stargate_Atlantis%29

Wer sich die Folge anschauen möchte: :mrgreen:

http://www.stage6.com/user/Strike4/video/1927071/Stargate-Atlantis—This-Mortal-Coil

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Add comment 08.12.2007

Scrubs: My Number One Doctor

Freitag, das heißt Scrubs. Auf jeden Fall wenn man sich die aktuell siebte Season anschaut, die momentan in USA ausgestrahlt wird. (Wobei ich in der Regel Season sage, wenn ich von englischsprachigen Originalversionen rede und Staffel wenn ich von der deutschen Variante spreche.)

Wer den Inhalt lesen möchte: http://en.wikipedia.org/wiki/My_Number_One_Doctor

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Add comment 07.12.2007

Review: Logitech FreePulse

Seit einiger Zeit schon nutze ich nun die Logitech FreePulse Kopfhörer im täglichen Betrieb. (Zusammen mit meinem E61)

Abbildung Produkt

Ich muss sagen, bis auf eine kleine Macke ist das Teil genial. Trotz meiner anfänglichen Zweifel, ob die drahtlosen Kopfhörer etwas taugen würden, befinden sie sich mitlerweile im Dauereinsatz.

Das interessanteste beim Thema Bluetooth Kopfhörer dürfte sicherlich die Akkulaufzeit sein. Ich betreibe den Kopfhörer durchschnittlich maximal eine Stunde am Stück und kann das ungefähr sieben mal wiederholen. Damit komme ich auf eine Laufzeit von ungefähr sieben Stunden. Im Dauerbetrieb stellt der Akku erfahrungsgemäß nach 6 Stunden die Versorgung ein. Dann ist Steckdose suchen angesagt. Ob das jetzt viel oder wenig im Vergleich zu Konkurrenzprodukten ist, kann ich nicht sage. Mir reicht die Laufzeit.

+ Lange Akkulaufzeit

- Ich habe keine Ahnung, wie der Akkuwechsel aussieht. Vermutlich, einschicken bei Logitech.

- Laden nur über Netzteil. Zwar ist das Netzteil pfiffig gelöst, sowohl Empfänger als auch Kopfhörer werden über einen Y-Stecker an das Ladegerät angeschlossen, aber leider funktioniert das Aufladen nur über eine Steckdose. Hier hätte man meiner Meinung nach im Zeitalter von USB-Ladegeräten einen (Mini-)USB-Port benutzen können um von evtl. vorhandenen Laptops / Akkupacks laden zu können.

Die Klangqualität ist für meine Ohren hervorragend. Die Lautstärke ist ausreichend um auch den S-Bahn- und/oder Straßenlärm zu übertönen. Der Klang ist sowohl in den Höhen als auch den Tiefen ausgeglichen. Für Bass-phile gibt es eine BassBoost Funktion, deren Nutzen aber stark von der Quelle abhängt.

+ Gute Klangqualität.

+ BassBoost ist nett.

Leider hat das Gerät die Eigenschaft, die Übertragung zu unterbrechen, wenn nichts Übertragen wird. Das ist an sich gut, denn so schaltet sich der Kopfhörer ab, wenn längere Zeit keine Musik übertragen wird (oder der Kopfhörer Stumm ist). Dumm ist nur, dass die Kopfhörer sofort ruhig werden, sobald kein Strom am Eingang anliegt. Da z.B. das E61, zwischen zwei Liedern keinen Strom auf den Port legt (Ist ja auch nichts abzuspielen), macht sich jeder Liedwechsel mit einem deutlichen Fiepen im Kopfhörer bemerkbar.

Aber das ist zu verkraften und inzwischen stört es mich nicht mehr. Sehr hilfreich hingegen ist, dass sich der Kopfhörer und der Sender automatisch abschalten, wenn längere Zeit nicht übertragen wird.

+ Gerät schaltet sich ab, wenn längere Zeit nichts wiedergegeben wird.

- Kopfhörer fiepen unter bestimmten Umständen.

Der Tragekomfort ist gut. Man kann die Kopfhörer Problemlos mit einer Brille tragen. Die Position des Kopfhörers (wie er auf den Ohren sitzt) lässt sich verändern, so dass man bei Bedarf den Winkel von Kopfbügel zu Hals verändern kann. Die Lautstärkensteuerung ist intuitiv und die geniale Möglichkeit den Kopfhörer mittels Knopfdruck (kurz auf den An-/Verbindungsschalter) einfach stumm zu schalten ist äußerst hilfreich, wenn man mal eben die Umgebung warnehmen möchte.

+ Guter Tragekomfort

+ Intuitive Bedienung.

Fazit: Ein wirklich schöner Kopfhörer und den Preis (rund 76 €) aus meiner Sicht allemal wert.


Add comment 04.12.2007

Stargate Atlantis: Miller´s Crossing

Samstag das ist Stargate Atlantis Tag. Zumindestens, wenn man in Deutschland lebt und auf das Release wartet aufgrund der Zeitverschiebung zu USA auf die Ausstrahlung der aktuellen Stargate Atlantis Folge wartet.

Die Folge hat das Potenzial eine meiner Lieblingsfolgen der aktuellen Staffel zu werden. Wie auch schon in McKay and Mrs. Miller ist die Kombination von Kate Hewlett und David Hewlett als Jeanie Miller und Rodney McKay einfach genial.

Die beiden Geschwister schaffen es eine wunderbare Dynamik zu entwickeln, die Miller’s Crossing zu einer wunderbar witzigen Folge macht.

Mein Fazit: Anschauen! Nach einigen doch eher mittelmäßigen Folgen, gibt es mit Miller’s Crossing  einen der Staffelhöhepunkte.

Wer sich den Inhalt schon durchlesen möchte:

http://www.stargate-project.de/stargate/index.php?seite=atlantis_episodenguide&aktion=showfolge&ID=69

http://en.wikipedia.org/wiki/Miller%27s_Crossing_%28Stargate_Atlantis%29


Add comment 04.12.2007


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