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Google wird doch nicht gesperrt

Juppi, ein Sieg für die Meinungsfreiheit und ein Schlag gegen die Zensur im Netz.

Das OLG Frankfurt hat bestätigt, dass Google nicht  gesperrt werden muss.

Hoffen wir, dass sich auch andere Gerichte bei zukünftigen Entscheidungen an die Rechtssprechung des Gerichts halten bzw. daran anlehnen.


Add comment 24.01.2008

Amazon.com und Videodownloads

Irgendwie ist an mir völlig vorübergegangen,  dass Amazon.com jetzt auch TV-Serien zum Download anbietet. Prima, denk ich mir, denn eine Firma, die als  eine der ersten DRM-freie MP3s angeboten hat, wird es ja wohl mit Videos nicht wieder verbocken.

Denkste. Es ist DRM-verseuchter Müll.

Dazu ein Artikel im Guardian:

http://www.guardian.co.uk/technology/2007/dec/11/amazon

Diesen Service braucht, in dieser Form, niemand.

Man könnte meinen die Anbieter hätten aus dem Misserfolg der Musikindustrie gelernt, aber anscheinend müssen auch sie erst die Lektion lernen, dass man nicht am Markt vorbei anbieten soll.

Ein Artikel, der die aktuelle Entwicklung in der Musikindustrie kommentiert und mit ein paar Zahlen zum Thema TV-Episoden per P2P aufwartet:

 http://www.zeit.de/online/2007/50/Werbefinanzierte_Musik

Ich denke die Kunden haben schon bei der Musik klar gemacht, was sie haben wollen.

Sie möchten ihre Musikstücke genau wie CDs behandeln können, sie möchten sie auf jedem Gerät ihrer Wahl abspielen. Ihren Freunden ausleihen oder kopieren. Und sie möchten, mittlerweile, nichts mehr dafür zahlen.

Das sich der Preis pro Musikstück mittlerweile bei 0,0 € eingependelt hat ist alleine das Verschulden der Anbieter. Hätte man in der Anfangszeit der Tauschbörsen ein Gegenangebot gestartet, anstatt die eigenen Kunden wie Kriminelle zu behandeln, hätte man einen höheren Preis verlangen können. Man hätte es evtl. sogar geschafft DRM im Markt zu verankern, aber dieser Zug ist (zum Glück) abgefahren. Und man sieht, nach einigen schmerzlichen Jahren beginnt man auf einmal über ernst zunehmende Konkurrenzangebote nachzudenken.

Plötzlich gibt es Downloads als MP3. Es gibt werbefinanzierte Angebote, Musikflats usw. Der Preis eines MP3-Downloads bei Amazon liegt bei 0,99 $ . Das macht bei einem 34-Track-Album gerade mal 22€. Das sind Preiskategorien, in denen man anfängt zu reden.
Wir sind jetzt Zeugen, wie sich dieses Trauerspiel bei den TV-Serien und Filmen wiederholt.

Man muss sich nur einmal anschauen, wie viele Nutzer, aus aller Welt, sich wöchentlich die Stargate Atlantis Folgen herunterladen.

Warum aus dieser Masse an potenziellen Kunden kein Gewinn gezogen wird, ist mir schleierhaft.

Die Angebote der Filmindustrie gehen auch jetzt wieder am Markt vorbei. Zwar mag das Angebot von Amazon oder Itunes innovativ sein, aber es kommt zu spät und in der falschen Form.

  1. Es ist immer nur auf die USA beschränkt. Ein großer Teil der Downloader kommt, wenn man nach den IP-Adressen geht, aber überhaupt nicht aus den USA. Viele der Downloader sind einfach Fans der Serie, die die Staffel “Live” mitverfolgen möchten. Diese Fans werden also weiterhin gezwungen sein, sich die Folgen aus dem Netz zu besorgen.
  2. Die Filme kommen im falschen Format (Windows Media Video) und sind auch noch DRM-verseucht. Die potenziellen Kunden haben sich aber daran gewöhnt die Folge auf einem Gerät ihrer Wahl anzusehen, sie beliebig hin und her zu schieben. Man muss sich doch nur die Zahl der verkauften DVD-Player anschauen, die auch DivX abspielen können. Glaubt denn irgendjemand, dass diese Player für etwas anderes gekauft wurden als die aus dem Netz gezogenen Filme auf dem Fernseher anzuschauen? Nicht zu vergessen die Streaming-Clients, die immer zahlreicher verkauft werden. Klar, alle nur gekauft um sich das in DivX kodierte Urlaubsvideo seines Nachbarn anzutun.
  3. Die Bezahlung. Bei Musik hat man sich mittlerweile daran gewöhnt, dass sie kostenlos im Netz zu bekommen ist. Bei Serien, hat man noch nie für sie bezahlt.  Das Verständnis für etwas Geld zu bezahlen, was man sonst kostenlos im Fernsehen bekommt dürfte nicht wirklich ausgebildet sein. Es fehlt hier an vergleichbaren Angeboten. Die Logik ist doch, man bekommt die Folge im Fernsehen kostenlos, also muss sie im Internet auch kostenlos sein.
  4. Untertitel. Gerade für nicht-Muttersprachler ungemein hilfreich. Gibt es mittlerweile für jede US-Serie im Netz dazu. Bei Amazon? Fehlanzeige.
  5. Das Argument, wenn die Dateien nicht DRM geschützt wären, würden sie ins Netz gestellt ist Quatsch. Was ist denn jetzt? Jetzt sind sie auch schon im Netz verfügbar. Mit oder ohne Schutz, die Folgen sind eh im Internet verfügbar. Der Schutz ändert also nichts.
  6. Weltweite Verfügbarkeit. Es wird Argumentiert, dass dann die lokalen TV-Sender protestieren würden. Aber ich glaube nicht, dass die einen nennenswerten Zuschauerschwund hätten, denn die Wenigsten sprechen, in einem Land, so gut Englisch, als dass sie einer Folge problemlos folgen könnten. Es mögen zwar weltweit in der Summe viele sein, die sich die Folge auf Englisch anschauen würden. Aber ein Fußballspiel dürfte sich stärker auf die Quoten einer Folge in einem Land auswirken, als die paar Zuschauer.

Die Anbieter werden es nicht gerne hören, aber sie konkurrieren mit den Filesharern. Der Aspekt der Legalität ist für die meisten vollkommen unwichtig, für sie zählt nur Qualität, Verfügbarkeit und Preis.

Meine Vorstellung für ein Angebot sieht so aus:

  1. In einem etablierten Format. In der Filesharerszene hat sich DivX bzw. das kostenlose XviD durchgesetzt. Warum die Downloads nicht auch in diesem Format anbieten? Viele Leute haben bereits Technik die hervorragend mit DivX-Videos zurecht kommt. Sei es als DVD-Player oder als Streaming-Client. Weiterhin ist der Markt der DivX-fähigen Mediageräte deutlich größer als der, der DRM- und WMV-fähigen Mediageräte.
  2. Verfügbarkeit. Eine echte Konkurrenz ist nur möglich wenn die Downloads zu mindestens zeitgleich mit der Ausstrahlung der Folge verfügbar sind. Selbstverständlich muss das Download weltweit und mit vernünftiger Geschwindigkeit möglich sein. Andernfalls haben die Filesharer die Nase vorn.
  3. Der Preis. Ich schätze die Bereitschaft für Folgen zu zahlen als sehr gering ein. Hier werden zwar Äpfel mit Birnen verglichen, aber im Fernsehen zahlt der Kunde ja schließlich auch nicht pro Folge. Für ein Gut, das man gewohnt ist (auch schon vor der Erfindung des Internets) kostenlos zu bekommen, wird man morgen nicht zahlen wollen. Die Lösung kann hier eigentlich nur sein, eine über Werbung finanzierte Folge anzubieten. Man könnte z.B. die Werbung über die Hälfte des Bildschirms legen. Alternativ könnte man z.B. noch eine Folge ohne Werbung in HD-Auflösung für einen geringen Betrag anbieten oder man bekommt zusätzlich Rabat auf eine evtl. erscheinende DVD.
  4. Qualität. Aktuelle Folgen die man via Filesharing bekommt haben schon jetzt eine Vernünftige Qualität. Die einzige Möglichkeit sich hier von den Filesharern abzusetzen ist wohl HDTV.

Fazit: Von Filesharern lernen, bedeutet Siegen lernen. :mrgreen:

Ich bin gespannt ob sich die Anbieter darauf besinnen werden, dass sie einem kostenlosen Angebot nur mit einem besseren kostenlosen Angebot entgegen treten können. (Und sei es im Kern dasselbe, nur eben legal.)


Add comment 14.12.2007

Von Papierverschwendung, Pornoindustrie und Passwortknackern

Papierverschwendung

    Die schwedische Justiz hat nun die Ermittlungen gegen piratebay.org abeschlossen und die Akten den Betreibern zugeschickt zugeschickt. Der über 4.000 Seiten umfassende Aktenberg enthält wohl kaum neues, nur die Namen der Betreiber und eine Auflistung der Geldströme.

    Da sich die Admins der Piratenbucht nicht verstecken, sondern, da sie ihr Verhalten nach schwedischem Recht für unbedenklich halten, ziemlich öffentlich agieren, kein Wunder. Die Frage ob piratebay nun legal ist, wird wohl innerhalb des nächsten Jahres von einem Gericht entschieden. Klar dürfte nur sein, dass sich die schwedische Staatsanwaltschaft nicht umsonst so viel Zeit genommen haben wird die Anklage vorzubereiten. Man wird sich wohl kaum die Blöße einer Niederlage geben wollen.

    Für mich Skurril klingt allerdings die Anklage wegen “Beihilfe zum Verstoß gegen Urheberrechte”. Keine Ahnung ob es sich hierbei um einen Übersetzungsfehler handelt oder so etwas nach schwedischem Recht existiert, klingt aber in meinen Ohren nicht sehr strafwürdig. Irgendwie nach Beihilfe zum Schwarzfahren durch aufhalten der U-Bahn Tür. :D

    Pornoindustire

      Auch die Pornoindustrie hat nun den lukrativen Weg der modernen Weglagerei Abmahnung entdeckt. Stand diese doch bisher dem Treiben im Internet gleichgültig bis unterstützend gegenüber. Manch einer behauptet gar, gäbe es keine Pornos mehr im Netz, gäbe es nur noch eine Seite www.bring-back-the-porn.com, bzw. dass das Internet für Pornos gemacht sei. (Dieser Satz hat gerade allen die, während der Arbeit, auf dieses Blog surfen eine Abmahnung eingebracht.) Aber pecuniao non olet und wenn man erstmal so eine schöne Interessenvertretung gegründet hat, die auch gleich einen entstandenen Schaden von 2 Milliarden entdeckt hat, muss man die ja auch irgendwie refinanzieren. :roll:

      Passwortknacker

        Im Lawblog findet sich heute ein Eintrag über einen Arbeitgeber der sich mittels Passwortknacker Zugang zu einem geschützen Word-Dokument eines seiner Angestellten verschafft und ihn daraufhin entlassen hat. Was lehrt uns das? Erstens, wenn man schon so absurd bescheuert ist Daten die gegen den eigenen Arbeitgeber gerichtet sind auf seinem Arbeitsrechner zu speichern, sollte man sie wenigsten richtig verschlüsseln. Zum Beispiel mit Truecrypt. (Und bevor jetzt einer wegen den Temp-Daten rumschreit, ja ist mir bekannt. :roll: ) Warum hier jetzt § 202a und damit §202c greifen soll ist mir nicht ganz klar, denn schließlich handelt es sich um den Arbeitsrechner. Hier müsste der Arbeitgeber doch eigentlich davon ausgehen können, das alle Daten darauf eh für ihn bestimmt sind. Womit die Bedingung der “nicht für ihn bestimmt” von §202a ja eigentlich wegfallen müsste. Oder?


        Add comment 11.12.2007

        Bundesanwalt mit Sachverstand?

        Rainer Griesbaum, immerhin stellvertretender Generalbundesanwalt und Leiter der Abteilung Terrorismus hat sich auf dem Triberger Symposium zum Thema “Terrorismusbekämpfung gestern und heute“, gegen die Onlinedurchsuchung ausgesprochen.

        Genau wie die Vorratsdatenspeicherung sei die Onlinedurchsuchung keine Wunderwaffe sondern stelle den Bürger unter Generalverdacht. Er fordere daher eine bessere Ausstattung der Ermittlungsbehörden um die bereits existierenden Mittel besser einsetzen zu können.

        Chapeau Herr Griesbaum, möchte ich da sagen, sollten seine Äußerungen nicht nur Nebelkerzen sein. Das die Vorratsdatenspeicherung eher Kontraproduktiv ist, hatte ich in einem anderen Beitrag schon einmal erklärt.

        Auch ich denke, dass eine Personalaufstockung der Sicherheitsbehörden der deutlich bessere Weg ist.  Denn was bringt einem die Onlinedurchsuchung, wenn keiner da ist, der sie auswertet?

        Das Personal Geld kostet und nicht so sexy  ist, wie eine Onlinedurchsuchung mag ja sein, aber ich denke es geht bei dem ganzen Thema um Sicherheit und nicht um Prestigeprojekte? :D

        Via: http://www.golem.de/0712/56448.html


        Add comment 07.12.2007

        Warum die Vorratsdatenspeicherung den Terrorismus und die Verbreitung von Kinderpornografie stärkt

        Die Vorratsdatenspeicherung ist in trockenen Tüchern. Zwar ist die Verfassungsbeschwerde schon angekündigt (genauer 13.000) und auch der Bundespräsident könnte das Gesetz nicht unterzeichnen, aber ich möchte an dieser Stelle noch auf ein Problem hinweisen, welches bisher kaum Beachtung fand. Neben den den politischen und juristischen Unsicherheiten schafft die Vorratsdatenspeicherung in ihrer jetzigen Form genau das, was sie eigentlich bekämpfen soll.

        Ein unkontrollierbares Netz.
        Im Zuge der aktuellen Berichterstattung über die Vorratsdatenspeicherung wird immer häufiger auch erklärt, wie man diese umgehen kann.

        Ich fand es interessant, dass z.B. beim Radio Fritz vor kurzem (einem nicht näher bezeichnenten Zeitpunkt in der Vergangenheit, da ich mich nicht mehr erinnern kann, wann) erklärt (wohlgemerkt im Zuge der normalen Berichterstattung, nicht der des Chaosradios) wurde, dass man sich mit Tor vor der Aufzeichnung der IP-Adresse schützen kann.

        Ich möchte jetzt an dieser Stelle gar nicht die Effektivität der vorgeschlagenen Gegenmethoden diskutieren (die vom, aus meiner Sicht esoterischen, erzeugen von Netzrauschen, bis zur Verwendung von offenen WLAN reichen), sondern nur die Entwicklung der Berichterstattung und dem Wissen der Nutzer.

        Bis vor kurzem galt (im Gedächtnis des Durchschnittsnutzer) das Internet als anonymer Ort. Die größte Gefahr waren Viren. Seit dem Beginn der Berichterstattung sickert bei vielen die Erkenntnis durch, dass dem nicht so ist. Zumindestens die IP wird gespeichert. Im Zuge dessen wandern immer mehr Nutzer in Dienste wie Tor ab.

        Auch Filesharer die inzwischen einen Großteil des Traffics des Internets ausmachen, dämmert nun langsam großflächig, dass sie mit der neuen Vorratsdatenspeicherung am gluteus maximus zu packen sind. Gerade Vorschläge wie die des Bundesrats, ein standardmäßiges Auskunftsrecht für Zivilprozesse führen dazu.

        Halten wir fest:

        1. Die Vorratsdatenspeicherung setzt darauf, dass die IP mit der eine Seite aufgerufen wird auch tatsächlich mit dem Aufrufenden übereinstimmt. Über Mittel wie Tor läuft die Vorratsdatenspeicherung ins leere. Maximal findet man damit unschuldige.
        2. Momentan findet das Filesharing im Internet relativ offen statt. Die Verbindungen werden weder anonymisiert, noch verschlüsselt. Somit ist es momentan möglich, jemanden der eine Terrorbotschaft und oder Kinderpornografie ins Internet stellt zu finden. Das gleiche kann für Filme und Musik gemacht werden, ist jetzt aber mal nicht Thema. Ich möchte mich auf die Bekämpfung von echter Kriminalität beschränken.
        3. Die echten Kriminellen findet man schon jetzt mit den Standardmethoden nicht. Die können schon jetzt legale Anonymisiererungsmethoden, wie Tor, benutzen, unterschiedliche Internetcafes benutzen oder gehackte WLAN Zugänge / Bots benutzen. Somit läuft bei ihnen die momentane Form der Vorratsdatenspeicherung ins leere, sinnvoll wäre da nur die komplett Überwachung des Internets. (Das geht aber zum Glück durch das hohe Datenvolumen nicht mehr :mrgreen: )

        Doch inwiefern stärkt nun die Vorratsdatenspeicherung den Terrorismus bzw. begünstigt die Verbreitung von Kinderpornografie?

        Es existiert bereits jetzt Software, die ein komplett anonymen und verschlüsselten Austausch von Daten ermöglicht. Momentan fristet diese noch ein Nischendasei. Diese Software basiert aber darauf, das viele Menschen sie einsetzen.

        Wenn man sich den Wachstum des Tor Netzwerks vor Augen führt( von 800 Servern auf 1600 in knapp einem Jahr), bekommt man eine Vorstellung was passiert wenn ein Thema wie Anonymisierung in den Köpfen der Nutzer angekommen ist.

        Nehmen wir nun die Gruppe der Filesharer. Das die Szene eine hohe Flexibilität bei der Wahl des eingesetzten P2P-Netzwerks besitzt hat bereits die Musikindustrie leidvoll erfahren müssen. Während immer noch versucht wurde das Gnutella-Netzwerk trocken zu legen, war der Großteil schon längst im E-Donkey Netzwerk angekommen. Als man schließlich das E-Donkey Netzwerk anging, war der Großteil bereits über zu Bittorrent-Trackern gewechselt.

        Die sind nicht nur schneller, sondern auch juristisch schwerer zu fassen. Momentan bekanntestes Beispiel dürfte piratebay.org sein, welches sich mit einer bemerkenswerten Renitenz der Unterhaltungsindustrie in den Weg stellt.

        Leider finde ich gerade keine Zahlen, die den Wachstum des P2p-Netzwerke zeigen. Daher muss ich auf meine eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Wenn aktuelle torrents von US-Serien rund 3.000 Seeder und 27.000 Leecher haben und man eine aktuelle Folge von z.B. Scrubs kurz nach der Ausstrahlung in USA innerhalb von einer Stunde (wenn man etwas länger wartet, sogar innerhalb von wenigen Minuten) bekommt, kann man sich vorstellen, was für eine potenzielle Anzahl an Nutzern existiert, die ein anonymisiertes Netz erzeugen könnten. Alleine die Zahl der Server die wöchentlich die aktuellen Naruto-Folgen seeden sind mehr als das Tor-Netzwerk je hatte.

        Sollte die Vorratsdatenspeicherung einsetzen und dafür sorgen, dass ein Großteil der Filesharer sich mit den Anoymisiern verbündet, erreicht sie genau das Gegenteil von ihrer Bestimmung.

        Man stelle sich einfach vor, der Großteil der aktuellen Filesharer würde in ein Netzwerk wechseln, das ein anonymes verschlüsseltes Bittorrent ist. Dazu ist gar nicht unbedingt eine Änderung an der Infrastruktur des Tracker nötig, nur an dem Code der Clients. Oder sie wechselten gleich in das freenet.

        Es würde für alle Beteiligten unmöglich, herauszufinden, wer der ursprüngliche Verteiler einer Datei ist. Damit könnten Terroristen und Kinderschänder unbehelligt ihren Müll im Internet verbreiten.

        Ich glaube kaum, dass das gewollt sein kann.

        P.S.:

        Ja, ich benutze die Totschlagargumente Terrorismus und Kinderschänder bewusst, um den immer gleichen plakativen Äußerungen mit gleicher Kraft entgegenzutreten.


        Add comment 07.12.2007

        www.stage6.com

        Nicht neu, aber doch einigen unbekannt. Die Internetseite www.stage6.com Stellt es euch einfach als youtube in guter Qualität vor.

        Momentan ist auch die Anzahl der Fernsehfolgen auf dieser Platform vergleichbar, mit der von youtube.com in seiner Anfangszeit.

        Da das aber in absehbarer Zeit abnehmen wird, ist das nicht wirklich ein Kriterium. Die hervorragende Qualität der Seite hingegen schon.

        Die Videos werden im Gegensatz zu den anderen Web-Video Seiten nicht in Flashvideo konvertier, sondern befinden sich im DivX Video Format. Dem selben DivX-Format, welches man bereits von Schwarzkopien aus anderen Quellen kennt.

        Der DivX-Player, den man sich installieren muss funktioniert äußerst stabil und ist sowhl für den Internet Explorer als auch den Firefox verfügbar. Linux User müssen momentan noch einen Flashplayer benutzen.

        Der DivX-Player hat übrigens die Möglichkeit Videos nach dem Ansehen automatisch zu speichern bzw. kann man die Videos auch einfach gleich herunterladen. Videodownloader adé :)

        Wer sich von der Qualität mal einen Eindurck verschaffen möchte:

        Klicke hier


        1 comment 05.12.2007

        Arcor soll Google sperren

        Nach der bereits erlassenen Einstweiligen Verfügung gegen Arcor, mit der Aufforderung zur Sperrung der Seite youporn.com, hat der Geschäftsführer von Huch Medien, Tobias Huch, einen Eilantrag gestellt, in dem eine Sperre von google.de und google.com erfolgen soll.

        Laut eigener Aussage geht es Herrn Huch darum zu klären, ” ob die Welt am deutschen Wesen genesen soll”. Aus meiner Sicht ein vollkommen richtiger Schritt. Denn es muss der deutschen Justiz und Politik klar gemacht werden, wie unsinnig die Forderungen nach einer vollständigen Kontrolle des Internets ist.

        Es muss endlich geklärt werden, dass der Internetprovider keine Haftung und keine Verantwortung für die von ihm transportierten Inhalte hat. Die Post ist schließlich auch nicht für das verantwortlich, was sie transportiert.

        Ich bin ja gespannt, ob eine ähnliche Anordnung erfolgt wie bei youporn.de


        1 comment 05.12.2007


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