Posts filed under 'Piraten'

Piraten: Über dem rechten Auge eine Augenklappe?

Erst Thiesen, dann hat Andi Popp hat der Jungen Freiheit ein Interview gegeben nun hat auch noch Jens Seipenbusch der Jungen Freiheit einen Fragenbogen beantwortet. (Das die zeitliche Reihenfolge nicht so war, sei jetzt mal ignoriert.)

Haben die Piraten ein Problem mit einer „nach rechts offenen Flanke“? Ist die hartnäckige Weigerung der Piraten sich in das so bequeme rechts-links-Schema einordnen zu lassen, etwa eine arglistige Strategie um sich als rechte Bürgerrechtler zu etablieren?

So kann man die Kritik verstehen, die momentan auf die Piraten vor allem aus dem linken Lager einprasselt.

Das Problem ist nur, wer den Piraten attestiert sie würden das rechte Spektrum zumindest umwerben, hat den grundsätzlichen Ansatz der Piraten nicht verstanden.

Die Junge Welt schreibt:

Zwar hat die große Mehrheit der Mitglieder der Piratenpartei mit rechtsextremem Gedankengut nichts am Hut. Doch da hier Meinungsfreiheit völlig losgelöst von realen politischen Entwicklungen gesehen wird, haben die Piraten eine offene Flanke nach Rechtsaußen.

Das klingt für mich wie, Meinungsfreiheit ist toll, aber bitte nur für mir genehme Personen. Dass die Piraten in erster Linie für Bürgerrechte für alle (Das impliziert auch für die Rechten.) sind führt natürlich dazu, dass man ihnen, wenn man möchte, unterstellen kann nach „rechts offen“ zu sein.

Wer diese Logik nutzt, muss den Piraten konsequenter Weise auch unterstellen „nach links“ offen zu sein, weil sie ja auch für Bürgerrechte für Linke sind.

Oder man aktzeptiert einfach folgendes:

Die Piraten kämpfen für Grundrechte wie die Meinungsfreiheit. Das von diesem Kampf auch immer die Extreme profitieren, liegt in der Natur der Sache.

Bisher hat niemand den Mitgliedern der Piraten unterstellt rechts Gedankengut zu verteidigen. Das zeigt eigentlich wie absurd die Diskussion ist. Eine Partei deren Mitglieder nicht rechts sind kann nach meinem Verständnis auch nicht rechts sein.

Ich hoffe dieser Eintrag kann einige Fragen die ich wohl mit meinen Tweets aufgeworfen habe beantworten.

Für mich stellt sich nun die Frage, wenn man sowohl für rechts, als auch für links kämpft, wo steht man dann?


Add comment 17. September 2009

Hat sich die FDP an die Bürgerrechte erinnert?

Wenn man die Äußerungen der stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion Sabine Leutheusser-Schnarrenberger doch nur ernst nehmen könnte.

Eins vorweg, ich glaube Frau Leutheusser-Schnarrenberger, wenn sie sagt, dass sie die Internetsperren und die Vorratsdatenspeicherung rückgängig machen möchte. Ich glaube es auch den (einigen) JuLis, wenn diese sagen, sie seien für (starke) Bürgerrechte.

Das Problem bei der FDP ist nicht, dass sie keinen Flügel der Bürgerrechtler haben. Das Problem ist, dass dieser Flügel bei jeder Gelegenheit verraten und seine Positionen zur Verhandlungsmasse erklärt werden.

Wenn sich die FDP jetzt, im Wahlkampf, zu diesen Themen äußert, habe ich ein Problem es der FDP als Gesamtes  zu glauben.

Das man Frau Leutheusser-Schnarrenberger jetzt im Wahlkampf wieder loslässt, um vielleicht auch Stimmen von den Piraten abzuziehen, kann ich da leider nur ein Wahlkampfmanöver drin erkennen.

Die FDP hat (als Gesamtes) zu viel mitgetragen um als glaubwürdige Bürgerrechtspartei zu gelten.

Ich hätte allerdings kein Problem in Bürgerrechtsfragen mit der FDP zusammenzuarbeiten.

Add comment 17. September 2009

Meine Meinung zu Andi Popps Interview mit der Jungen Freiheit

Ich kann den ganzen Trubel um das Interview von Andi Popp mit der Jungen Freiheit nicht nachvollziehen.

Inhaltlich ist an dem Interview aus meiner Sicht nichts auszusetzen.

In dem Interview wurde nichts gesagt, was man als „rechts“ einstufen kann. Andi hat sich bei den rechten Fragen klar distanziert.

Wenn es bei der ganzen Aufregung darum geht, dass man der falschen Zeitung ein Interview gegeben hat, muss ich mich doch fragen, was für ein Verständnis der Pressefreiheit hinter dieser Kritik steckt.

Ich kann nun wirklich nicht nachvollziehen warum man nicht allen Zeitungen, sofern es die Zeit zulässt, eine Möglichkeit des Interviews geben sollte. Dieses herauspicken der „Hofberichterstattung“ ist doch etwas, was man bei den bisherigen Politkern immer kritisiert.

Man kann doch nicht den einen Politkern vorwerfen, sie würden bestimmte Zeitungen ausschließen und gleichzeitig das gleiche von den Piraten fordern.

Andi hat übrigens auch eine Stellungnahme zu dem Thema veröffentlicht.

2 comments 14. September 2009

Piraten: Bericht vom Piratischen Infostand

Wieder geht ein Wochenende zu Ende und erneut habe ich an einem Infostand der Piratenpartei teilgenommen.

Der Infostand selber hat erfolgreich Feedback erzeugt. Man kann sagen, der Bekanntheitsgrad der Piraten ist soweit gestiegen, dass der Name Piratenpartei mittlerweile überall zumindest einmal gehört wurden. Hat man bei dem ersten Infostand noch die Rückmeldung bekommen, „Piraten, wer seit ihr denn?“, war diesmal deutlich mehr Interesse oder Ablehnung zu spüren.

Auch Tauss war ein Thema, aber eher im Vorbeigehen. Haben halt das eine oder andere böse Wort gerufen. (Da steht man ja mittlerweile drüber) Einige, die die tatsächlich stehen geblieben sind, konnte man auch mal aufklären.

Diesmal war in der Fußgängerzone deutlich stärkere Konkurrenz. Sowohl Linke, als auch FDP und CDU hatten sich  ebenfalls eingefunden. (Linke (oder war es Ver.di?) an dem einen Ende, Tiegerenten am anderen Ende der Straße, Piraten in der Mitte) .

Wir mussten den Stand leider relativ früh abbrechen um noch rechtzeitig zur Freiheit-statt-Angst-Demonstration zu kommen.

Flyer verteilen macht man mit den Augen

Flyer verteilen ist eine Kunst für sich. Die richtige Mischung aus unaufdringlich und bestimmt muss man erstmal lernen. War es bei den letzten Malen so, dass die Nachfrage kam „Piratenpartei, was ist denn das?“, hieß es diesmal schon häufiger „Ach, Piratenpartei, ja gib mal her!“. Mein subjektiver Eindruck ist, dass der Name mittlerweile bekannter ist und weniger mit „Spaßpartei“ assoziiert wird. Was für mich immer wieder überraschend ist, dass auch viele ältere Wähler sich von uns zumindest das Programm mitgeben lassen. Ich denke, mein persönlicher Erfolgsschnitt ist bei älteren Wählern höher als bei jungen oder gar Erstwählern. (Wie hat es mir neulich jemand von meinen Mitpiraten an den Kopf geworfen, ich sei ja Typus „perfekter Schwiegersohn“ Ieeh, bääh. Aber, was tut man nicht alles für „die Partei“ :P )

Auch für Irre hat man Zeit

Mir wurde es schon in der Vorbereitung von den Infoständen gesagt, man solle sich darauf gefasst machen, dass man da wirklich von Leuten als Seelsorger „missbraucht“ wird.
Ich scheine eine Ausstrahlung zu haben, die sagt, „Ach dem jungen Mann kann ich doch bestimmt mal meine Verschwörungstheorien oder generell meine Leidensgeschichte erzählen.“
Natürlich lieber Passant, ich habe quasi hier gewartet um nur ihnen zuzuhören. :roll: Aber, auch hier gilt, wenn Sie die Piraten wählen, bitte. Zuhören, nicken, an den richtigen Punkten die Standpunkte der Piraten einbringen.
Evtl.  sollte ich noch einen Kurs als Gehirnwäscher oder Psychotherapeut machen. :mrgreen:
Natürlich gebe ich auch gerne meine Telefonnummer heraus, dumm nur, ich habe kein Handy und meine Telefonnummer weiß ich auch nicht auswendig. :mrgreen: Naja, wenigstens meine E-Mail-Adresse konnte ich noch auswendig. :roll: (Spinner-E-Mails kann ich nämlich einfach löschen. :) )

„Braun ist die Zukunft“ oder „Werde ich hier gerade vom Verfassungsschutz ausgefragt“

Ich ziehe ja die Leute, die die Energie haben eine Stunde an einem Wahlkampfstand zu quatschen, magisch an. Habe ich ja auch kein Problem mit, so geht die Zeit auch rum. Komisch wird es nur, wenn einem das Gegenüber die ganze Zeit versucht Aussagen zu entlocken bzw. in den Mund zu legen, die, ich formuliere es mal vorsichtig, nicht mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu vereinbaren sind. Und zwar in einer Art und weise, dass man sich fragt, „ist hier irgendwo versteckte Kamera?“ oder „seit wann werden die Piraten vom Verfassungsschutz beobachtet?“ (Paranoia Oo)
Er meinte auch er sei Protestwähler, vielleicht konnte ich ihn doch dazu überzeugen, eher die Piraten zu wählen.
Abgeschlossen hat er das Gespräch übrigens mit „Die Zukunft ist braun.“ Ich meine nur, „Ich hoffe ja eher, die Zukunft ist orange.“ :roll:

Udo Brömme

Zwischenzeitlich waren wir auch auf der Suche nach einigen anderen Piraten, deshalb sind wir zu der CDU hoch gewandert. Dort sind wir unbeabsichtigt Udo Brömme sammt Aufnahmeteam in die Arme gelaufen, die uns natürlich auch in gekonnter Weise durch den Kakao gezogen haben.  Meine Synapsen haben fast die ganze Zeit überlegt, es hat dann doch eine Weile gedauert, bis ich den Namen Udo Brömme in den richtigen Zusammenhang bringen konnte. Entsprechend wenig Kontra habe ich da auch gegeben. Wir konnten aber wenigstens einen Teil unsere Standpunkte unterbringen. :)

Vermutlich darf man sich darauf freuen demnächst ein paar dilettantische Piraten im Fernsehen zu sehen.  (NDR – Kulturjournal)

Ich habe es schon oben geschrieben, was tut man nicht alles für die Piraten. :roll:

FDP – Umzug zu den Piraten

Irgendwann ist die FDP von dem CDU-Fleck dann doch zu uns umgezogen. Ob sie sich damit schon mal politisch neu positionieren wollten? :mrgreen:   (Ich vermute sie sind vor Brömme geflohen, was ihnen dann nicht ganz gelungen ist.)

Das hat leider bei einigen die Frage aufgeworfen, ob wir entweder ein Ableger der FDP seien oder ob hier schon Koalitionsaussagen getroffen werden. Konnte die Fragesteller aber beruhigen. :)

Auf zur FsA

Etwas früher als gewohnt haben wir dann den Stand abgebaut und sind zur FsA-Demo.

Add comment 13. September 2009

Piraten: Infostand erfolgreich – Bekanntheitsgrad der Piratenpartei gestiegen

Der heutige Infostand der Piraten war recht erfolgreich.

Einige Gespräche geführt, viele Flyer verteilt und vor allem Präsenz gezeigt.

Vom Outfit her hätte man uns zwar heute mit der Jungen Union oder der FDP verwechseln können, aber so konnte man auch vor allem ältere Wähler erreichen.

Erstaunlich war, dass der Bekanntheitsgrad der Piraten seit dem letzten Samstag stark angestiegen ist. Viel mehr Vorwürfe, wir hätten die Themen der Grünen kopiert oder die Information man hätte uns sowieso schon gewählt (Briefwahl).

Add comment 5. September 2009

Piraten: Ich bin gegen die Frauenquote

Man wird mir jetzt die Sexismus-Keule über den Kopf ziehen, da ich es wage mich als Mann zu diesem Thema zu äußern, aber wayne…

Momentan köchelt ja auf der Berliner Mailingliste und in einigen Blogs der Vorwurf ‘rum, die Piratenpartei und damit ihre Mitglieder seien frauenfeindlich.

Etwa, weil in der Regel die Ansprache „Pirat“ und nicht „Pirat und Piratin“ genutzt wird oder weil wir kein „Frauen nach oben„-Schild im Wahlprogramm haben.

Da wird einem vorgeworfen, es gebe keine weiblichen Listenkandidaten. Gut, den Fakt, dass zu dem Zeitpunkt als die Listen aufgestellt wurden  überhaupt nur gefühlte 100 Piraten existiert haben und davon vielleicht 3 weiblich waren, den ignorieren wir mal. (Zahlen geraten, vermutlich könnte die Mitgliederdatenbank genauere Auskunft geben.) Fakten verwirren…

Dann der Vorwurf Pirat vs. Piratin:

Eigentlich ist das ein Thema, was die Frauen doch bitte unter sich ausmachen sollen. Die Frauen mit denen ich in der Piratenpartei bisher zu tun hatte, hatten bisher den Standpunkt „Es heißt Pirat, dass ich weiblich bin, weiß ich selbst“. Aber gut, wenn sich die weiblichen Neu-Piraten dadurch diskriminiert fühlen, dass man nicht bei jeder Gelegenheit ihre Weiblichkeit extra betont, sollen sie sich von mir aus Piratin nennen.

Aber, da der Vorwurf an die gesamte Piratenpartei und damit ihre Mitglieder und dadurch wiederum indirekt auch an mich gerichtet ist, werde ich mich jetzt auch mal dazu äußern.

Es ist mir persönlich so was von scheiß-egal in welche Körperöffnung mein Gesprächspartner (Oh oh. Schon wieder die böse männliche Form) was einführt oder eingeführt bekommt. (Um auch noch gleichzeitig dem Vorwurf der Schwulenfeindlichkeit auszuweichen.)

Ich für meinen Teil werde die Form Pirat beibehalten, aus zwei Gründen.  Es ist erstens kürzer und der Plural Piratinnen sieht einfach nur noch scheiße aus. :) Zweitens, in der deutschen Sprache ist es nun mal so, dass der männliche Plural genommen wird, wenn es um eine gemischte Gruppe geht. Die weibliche Form verwendet man in der Regel nur, falls man expliziet auf die Weiblichkeit der Anwesenden hinweisen will. [1] Die oktroyierte weibliche Form bei der Ansprache sollte eigentlich bei einer Partei die sich der Freiheit verpflichtet hat ausgeschlossen sein. Wer aus dieser sprachlichen Eigenheit schließt, dass ich Frauen diskriminieren möchte hat doch einen am Zeiger.

Dass die Piratenpartei keine Themen anspricht die Frauen betreffen kann ich auch nicht nachvollziehen, ich meine es werden ja nicht nur Männer überwacht, oder?

Ach so, die Piratenpartei hat keinen Standpunkt dazu erarbeitet, wie sie mehr Frauen in technische Jobs bekommen möchte oder gegen die Diskriminierung von Frauen vorgeht? Na, ob das evtl. damit zu tun habe könnte, das die Piraten bisher keinen veröffentlichten Standpunkt zum Thema Wirtschafts- und Sozialpolitik erarbeitet hat?

Die Piraten hätten zu wenig Frauen als Mitglieder. Ich weiß echt nicht was ich zu diesem Vorwurf schreiben soll außer, ja es stimmt. (Alle Piraten würden sich einen höheren Frauenanteil wünschen) Aber, was soll man machen? Wir können die Frauen ja nun nicht zur Zwangsmitgliedschaft drängen. (Obwohl…) Dass sich ein Großteil der Frauen aus irgendwelchen Gründen nicht für die Themen der Piraten interessiert, ist ja nun nicht wirklich unsere Schuld. Es ist ja nun nicht so, als würden die Frauen daran gehindert werden, sich zu dem Thema zu äußern.

Warum wir gerade bei dem Thema Immaterialgüterrecht so einen geringen Frauenanteil kann ich allerdings ob der hohen Zahl der weiblichen Jura-Studenten nicht erklären.

Sollen wir nun andere „Frauenthemen“ ins Programm aufnehmen, damit dann mehr Frauen in der Partei sind, die sich aber sowieso nicht für die Kernthemen interessieren? Das wäre doch verlogen.

Generell hat sich bei den Piraten die Frage nach dem kleinen Unterschied bisher auch überhaupt nicht gestellt. Ich habe es bisher eher so erlebt, dass da wo die Grünen auf betont gleichgestellt machen (doppelte Anrede / doppelte Ämterverteilung / Frauenquote), die Piraten auf betont gelebt gleichgestellt machen (jeder nach seinen Fähigkeiten, nicht nach seinem Geschlecht.)

Dass es aber zu einer Frauenquote kommt (und am besten gleich noch eine Ost-, eine Schwulen-, eine Blond- und eine Linkshänderquote) werde ich mit allen Kräften verhindern. Nicht weil ich keine Frauen irgendwo haben will, sondern weil ich die besten Köpfe da haben will. (Die kommen nämlich bei einer Frauenquote, die über dem tatsächlichen Anteil der weibliche Mitglieder liegt, garantiert nicht nach oben.)

Sollte der Frauenanteil bei den aktiven Piraten irgendwann mal signifikant über dem Frauenanteil in den „Führungsetagen“ liegen, können wir gerne weiter reden. Bis jetzt hat (alleine schon aufgrund der geringen Mitgliederanzahl) noch jede Frau eine Chance.  Vielleicht stellen sich bei den nächsten Parteitagen ja auch mal ein paar Frauen zur Wahl. Oo

2 comments 3. September 2009

Piraten: Ergebnisse der Landtagswahlen als benötigter Arschtritt

Wenn ich auch den sächsischen Piraten den Erfolg gönne, mit 1,9% (und damit hinter der Tierschutzpartei) kann man eigentlich nicht zufrieden sein. Es ist aber ein Ausgangspunkt von dem man aus kämpfen kann und muss.

Das Gute ist, dieses Ergebnis holt erstmal alle Mitglieder die von 6% (aus der Cicero-Umfrage) oder gar von 11% (einige Mitglieder haben mir doch tatsächlich gesagt, 11% seien machbar) für die Piratenpartei träumen auf den Boden der Tatsachen zurück. Vor allem können wir endlich aufhören imaginäre Koalitionsgespräche zu führen oder Pöstchen zu verteilen.

Das Ergebnis ist sicher nicht in seiner Fülle auf den Bund zu übertragen. Da wären aus meiner Sicht vor allem folgende Gründe die gegen eine Übertragbarkeit sprechen:

  • Die Themen der Piraten sind zum Großteil Bundesthemen. Überwachung, Informationsfreiheit, Immaterialgüterrecht fällt bzw. wird dem Bundesrecht zugeordnet. Daher könnte bei einer Bundestagswahl mehr für uns herausspringen.
  • Sachsen ist ein Flächenstaat. Wir holen unsere höchsten Ergebnisse in den Städten. Bei einer Bundestagswahl könnten hohe Stadtergebnisse die der Kreise ausgleichen.
  • Es ist Sachsen. Mann kann sich zum Vergleich unsere Wählerpotentials ja mal die Ergebnisse der Grünen und der FDP bei der letzten Bundestagswahl anschauen. Trotzdem sitzen beide Parteien erfolgreich im Bundestag.

Allerdings spricht auch einiges für eine Übertragbarkeit:

  • Deutschland hat immer noch einen Großteil ländlicher Bewohner. Bei denen sind Themen wie Überwachung nach meiner Meinung nicht so wichtig bzw. sind Städter stärker davon betroffen. Generell sind die Piratenthemen nicht unbedingt die Themen der älteren Generation, die ja in den meisten ländlichen Gebieten die große Mehrheit darstellen. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Dörfer uns bei einer Wahl das Genick brechen.
  • 1,9% ist ein Ergebnis, das dafür spricht, dass die Piraten bzw. unser Programm unbekannt ist. Wir liegen hier deutlich hinter der Tierschutzpartei, die ja ihr Programm noch im Namen hat. Wenn sich der Bekanntheitsgrad bis zu den Bundestagswahlen nicht stark erhöht, werden wir hier kentern.

Ich kann dazu nur sagen, wer der Meinung ist sich auf dem medialen Strohfeuer, dass es bis vor kurzem gab, ausruhen zu können oder gerade den, für uns sehr wichtigen, Offline-Wahlkampf vernachlässigen zu können, wird auch bei der Bundestagswahl nur bei 1,9% laden.

1,9% ist kein Wert mit dem man als Partei zufrieden sein darf.

1 comment 31. August 2009

RE: Bodo Thiesen als Stolperstein der Piratenpartei

Da mein Kommentar dort offensichtlich moderiert wird, hier mein Kommentar noch einmal als Post.

Könnte damit zusammenhängen, dass der Vorstand das Verfahren erst am 18.07.09 (http://www.piratenpartei.de/node/818) eingeleitet hat, am 23.07.09 (http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/terminkalender_btw09/) aber bereits die vollständige Liste abgegeben werden musste.

Wie man innerhalb von 5 Tagen einen gültige Landesparteitag einberufen soll um eine neue Liste abzustimmen ist mir nicht klar, wird mir aber der Autor dieses Blogs bestimmt erklären können. :P (Einladung muss fünf bis sieben Wochen vor Termin erfolgen, siehe http://wiki.piratenpartei.de/RP:Satzung)

Das nur meine Meinung als Pirat aus Berlin, der jetzt weder die internen Abläufe noch die Satzung des Landesverbands Rheinland-Pfalz im Kopf hat.

In diesem Sinne, nicht hinter allem steckt eine Verschwörung. Manchmal ist es einfach der Zwang des Faktischen.

Add comment 19. August 2009

SPD-Schattenminister möchte gerne Blockwarte

Generell ist es ja schön, dass die Parteien aus der „wir ignoriesrein sie“-Phase entwachsen sind.

Dass es vorkommt, dass ein SPD-Ininnenministerkandidat zur Positionen eine (noch) Kleinstpartei befragt wird ist auch eine Weile her.

Aber Spiegel Online erhöht ja auf diese Weise kräftig den Bekanntheitsgrad der Piratenpartei.

Zu den Vorwürfen gegen die Piraten muss ich nichts schreiben, dass haben andere schon getan. Halten wir fest, es ist schön, dass die Taktik Totschweigen nicht aufgeht.

Was mich aber an dem Artikel mehr irritiert ist die Forderung:

Und wir werden lokale Sicherheitspartnerschaften inspirieren, nach dem Motto: Wir sorgen für mehr Polizei – und die Bürgerinnen und Bürger schauen öfter mal nach ihrer alten Nachbarin.

Also man  sorgt man mehr Polizei (Da hat die SPD bisher regelmäßig gespart, kann man sich also denken wie realistisch das ist.) und möchte das gute alte Blockwartmodell wieder auftauen.

Nun, sie machen ja schon Wahlkampf mit Themen der 70er und 80er Jahre. Da kann es nichts schaden auch noch ein Paar aus den 30er mitzunehmen.

Klasse Idee, man könnte ja die ganze Polizeitruppe einsparen und nur noch auf Bürgerwehr setzen. Entlastet die Gerichte, die dann wieder Zeit für wichtige Sachen wie Urheberrechtsverletzungen haben, da die Bürgerwehren schon beim Kleinstganoven Scharia-artige Bestrafungen anwenden werden.

Oder man bringt das System vollends zum erliegen, da die ganzen quängelnden Hobbyspione jeden anschwärzen, der nachts zu laut aufs Klo geht.

Add comment 13. August 2009

Re: Weiter so!

Eine hoffentlich ausreichend bissige Antwort auf Weiter so! von Jens Balzer (und jede Art von unqualifiziertem Piratengebashe).

Es stimmt, die Piraten sind in erster Linie pädophile Raubkopierer die auch vor der Beihilfe zu terroristischer Anschlägen nicht zurückstecken, einen schlechten modischen Geschmack haben und keine Körperhygiene kennen.

Da sind vor allem folgende Indizien zu berücksichtigen:

  1. Die Piraten besteht zu einem großen Teil aus Männern. Männer sind qua biologischer Ausstattung potenzielle Kinderschänder. Da dies quasi als Allgemeinweisheit gilt, müssen die Frauen in der Piratenpartei allesamt zu den wenigen weiblichen Pädophilen gehören. (Merke: Frauen sind NIE Kinderschänder!) Ergo sind natürlich die Piraten die Lobbypartei der Pädophilen.
  2. Ein Großteil dieser Männer ist auch noch jung. Wie wir alle wissen, sind ist die Jugend von heute geistig verkümmert und moralisch verroht. Aus ihrer moralischen Verrohung folgt, dass sie um, weiterhin ungestört im Internet Diebstähle zu begehen, nicht einmal davor zurückschrecken Kinderpornografie zu tollerieren. Aus ihrer geistigen Verkümmerung folgt natürlich, dass sie auch keinerlei modischen Geschmack haben und bei ihrer Parteiarbeit das Spruch-T-Shirt dem Hemd vorziehen.
  3. Ein Großteil dieser jungen Männer ist auch noch technikaffin. Daraus folgt, dass die Männer alle ungewaschen und generell ungepflegt sind. Denn es ist klar, wer sich mit Technik auskennt, hat keine Zeit mehr sich zu waschen. Da sie aufgrund der mangelnden Körperhygiene allesamt keine Freundin haben, neigen sie zur übermäßigen Masturbation. Die, wie wir alle wissen, zur Hirnerweichung führt.
    Durch diese Hirnerweichung sind sie für subversives Gedankengut empfänglich und beginnen ihre technischen Fähigkeiten zur Unterstützung des Terrorismus einzusetzen. Etwa indem sie Anonymisierungsdienste betreiben, die etwa der unlauteren iranische Jugendbewegung, die gegen ihren rechtmäßig gewählten Herrscher opponieren, als Kommunikationsmittel dienen.

Natürlich ist klar, dass sich jeder Pirat am liebsten (mindestens täglich) jede Menge nackte Kinder ansehen möchte. Da aber Filme wie der Baader Meinhof Komplex nicht jeden Tag ins Kino kommen, FKK-Strände nur im Sommer besucht sind und die Umkleide-Kabinen von Grundschulen zu gut auf Kameras kontrolliert werden, ist es leider notwendig sich diese Bilder auf anderen Wegen zu beschaffen.

Da es bei Post- und MMS-Versand leider, mangels ausreichender Überwachung, unwahrscheinlich ist erwischt zu werden und somit einen Platz in der Tagesschau zu ergaunern, beschränken sich die Piraten in ihrer Forderung auch ausschließlich auf die Verfügbarkeit im Netz. Dort können sich dann nämlich Piraten gezielt festnehmen lassen um so mehr Aufmerksamkeit zu generieren und so aus dem Heer an deutschen Pädophilen Stimmen zu generieren.

Eine böswillige Unterstellung ist es auch, dass sich die Missbrauchsopfer mit den Piraten solidarisiert haben. In Wirklichkeit dient diese Zusammenarbeit nur dem Zweck die Kinder dieser Missbrauchsopfer wiederum den Piraten zum Missbrauchen zur Verfügung zu stellen, damit auch diese dieses tolle Gefühl einmal live erleben können. Das schafft ein gemeinsames Gesprächsthema in der Familie, etwas, das in der Zeit von Pokemon und co. doch normalerweise nicht existiert.

Sollten die Piraten übrigens im Bundestag setzten, werden sie alles dafür tun, damit endlich die Kinderpornografie nach 30 Jahren endlich wieder legalisiert wird. Sollte das nicht durchzusetzen sein, werden sie zumindest alles daran setzten zumindest die sogenannten Poser-Bilder wieder zu legalisieren. Als Verbündete bietet sich hier die FDP an, da man durch die Legalisierung ganz neue Wirtschaftzweige entstehen lassen kann und die deutsche Jugend so schon im einstelligen Alter etwas sinnvolles zur Wirtschaft beitragen kann.

Add comment 13. August 2009

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