Posts filed under 'Kunden'

Haben Sie die Sterbeurkunde?

Dieser Beitrag im Bestatterweblog, erinnert mich an eine Geschichte die einem Kunden vor einigen Jahren passiert ist.

Dieser Kunde, hatte gerade eine neue Wohnung gemietet, deren Vormieter verstorben war. (Auf irgendeiner Weltreise…) Auf jeden Fall, wollte er mit seiner Nummer in die neue Wohnung umziehen.

Geht nicht sagte eine dämliche Callcentertussie freundliche junge Mitarbeiterin der Telekom. Auf dem Anschluss sei ja noch eine Nummer geschaltet, das ginge nicht.

Auf seinen Einwand, dass der Vormieter leider verstorben sei und wohl schlicht und einfach vom Tod überrascht, die überaus wichtige Abmeldung vergessen habe, fragte sie ihn nach der Sterbeurkunde des Vormieters.

Bekommt man ja auch zusammen mit dem Haustürschlüssel vom Vermieter überreicht. :roll:

Nun, angerufen, die blöde Schnalle Sachbearbeiterin mit Wissenslücke gefragt, was das soll. Die einmalige Antwort war, “Ja, da könnte ja sonst jeder eine Nummer auf anderer Leute Anschluss schalten lassen”. Nach dieser Konfrontation mit geballter Fachkompentenz, blieb mir die Frage, warum zum Teufel man so etwas tun sollte, im Halse stecken.

Nun am Ende willigte die Telekom nach konnte man mit Drohungen, wütenden Briefen und Gesprächen mit ihrem Teamleiter die Telekom doch noch überzeugen, die neue Nummer temporär auf den alten Anschluss zu schalten. Unter dem Vorbehalt, sollte sich der alte Inhaber beschweren, alles rückgängig zu machen.

Was soll ich sagen, drei Jahre sind vergangen und der Vormieter hat sich bisher noch nicht beschwert. :mrgreen:


3 comments 10.12.2007

Mich für dumm verkaufen (3)

Geht doch. Man muss seine Kunden nur erziehen. Herr Maier hat gerade seinen aufgeräumten Rechner abgeholt und die Erklärung unterschrieben.

Und was viel wichtiger ist, auch bezahlt. :D


Add comment 05.12.2007

Subnotebook mit Festplattencrash (4)

Das nenne ich jetzt mal Glück. In der Datensicherung, waren tatsächlich noch einige Gerätetreiber.

Damit läuft das Gerät wieder wie eine eins.

Schön, wenn man helfen kann. :mrgreen:


Add comment 05.12.2007

Subnotebook mit Festplattencrash (3)

YES!

Die Installation hat geklappt. Bis auf einige unwichtige Gerätetreiber (Grafik, Sound, Netzwerk :roll :) läuft das Gerät wieder.

Leider gibt es da das bereits erwähnte Treiber Problem.

Frau Hoffmann hat übrigens noch eine “Datensicherung” mitgebracht. Mal sehen, vielleicht ist da ja noch was drauf.


Add comment 05.12.2007

Mich für dumm verkaufen (2)

Mittlerweile ist auch das Board angekommen. Herr Maier hat übrigens ein unfassbares Glück, der Chipsatz des neuen Boards ist wohl identisch zu dem des alten Boards.

Das war vorher unmöglich zu erkennen, da sein altes Board irgendein NoName Board war, auf dem keinerlei Chipbeziechnungen standen. Somit lässt sich sein Windows einfach booten, ohne Neuinstallation.

Aber, das Windows 2000 ist Marke SP 3 und der Virenscanner ist auch schon eine gefühlte Dekade abgelaufen.  Das bedeutet ich werde Herrn Maier noch erklären müssen, dass er wohl oder übel noch einen Ölwechsel braucht.

Als Ölwechsel bezeichnen wir hier ein Update (aktuelles Servicepack, Sicherheitspatchs) und  Systemtuning. Zusätzlich wird er wohl noch einen neuen Virenscanner brauchen, denn SO kann man das Gerät nicht mit ruhigem Gewissen ins Internet lassen.

Ich werde dann jetzt mal telefonieren.


Add comment 05.12.2007

Subnotebook mit Festplattencrash (2)

Super, der Netboot läuft ungefähr so gut, wie ein junges Fohlen. Der Hersteller hat den Support schon lange eingestellt und die Auskunft der Hotline war, einschicken. Nach Südkorea.

Ja klar, man hat ja sonst nichts zu tun, als 2 Monate auf eine Reperatur zu warten. Für den geschenkten Preis von 120 € (Auskunft Hotline)!

Bleibt nur Plan B: Man kann XP so auf die Festplatte kopieren, dass die Installation von der Festplatte aus gestartet wird. Damit braucht man keine externen Medien mehr.

Mal sehen ob das klappt.


Add comment 05.12.2007

Subnotebook mit Festplattencrash

Frau Hoffmann, hat eben ihr Subnotebook zu uns gebracht. Diagnose: Festplatte Mausetod.

Bei dem Gerät handelt es sich um ein schon etwas älteres Modell. Zum Glück ist die Festplatte  eine stinknormale Notebookplatte. (Wir hatten hier auch schon Geräte, da hat der Hersteller wieder das Rad neu erfunden.)  Damit ist der Austausch kein Problem, sowas hat man ja vorrätig. :roll:

Das viel größere Problem ist, dass das Gerät weder ein Disketten noch ein CD-Laufwerk hat. Das Bios kann auch nicht von einem USB-Gerät booten. Einziger Hoffnungsschimmer ist, die Netboot-Fähigkeit des Geräts.

Mal sehen, ob und wie da Windows  wieder drauf zu bekommen ist.


Add comment 05.12.2007

Mich für dumm verkaufen

Herr Maier hat zurückgerufen.

Von der ursprünglichen Anspruchshaltung auf sein Schwarz-Windows ist er inzwischen abgerückt. Anscheinend hat ihm der Nachbar wohl auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wir sind jetzt bei der Variante, ich hab doch da ein Windows installiert, daher hab ich auch eine Lizenz weil sonst wär das ja illegal angekommen.

Ja, is’ klar. Erst drauf bestehen sein Windows schwarz zu bekommen, jetzt die Masche. Normalerweise, würde ich mit dieser Begründung ja eine Neuinstallation machen. Aber unter diesen Umstände, niemals.

Ich habe ihm jetzt erklärt, dass er morgen wenn ich das Board eingebaut habe wiederkommen und die Erklärung unterschreiben soll.

Dabei handelt es sich quasi um eine eidesstattliche Versicherung. Mal sehen ob er kommt.


Add comment 04.12.2007

Aber das erfährt doch keiner!

So ja nun nicht! Erst keine Windows Lizenz haben und dann am Telefon mit mir streiten, ob man das nicht “einfach so” machen könne.

Nein, kann “man” nicht.

Was war passiert?

Herr Maier hat gestern, seinen Rechner mit der Fehlerbeschreibung “Der gibt keinen Ton von sich”, zu uns gebracht. Wenig hilfreich, aber damit habe ich kein Problem.

Erfahrungsgemäß kann “Der gibt keinen Ton von sich” so ziemlich alles bedeuten. Von Totalschaden über kaputte Installation bis hin zu kaputter Soundkarte ist da alles möglich.

Aber ich erwarte ja von einem Kunden nicht, eine hilfreiche Fehlerbeschreibung anzugeben. Es ist schließlich meine Aufgabe es ihm aus der Nase zu ziehen. Ich erwarte ja von meinem Arzt auch, dass er aus der unspezifischen Angabe „Bauchschmerzen“ eine Diagnose macht.

Zurück zum Computer. Das Teil machte in der Tat keinen Mucks mehr. Diagnose: Mainboard klinisch Tod. An sich keine Seltenheit. Da der Rechner eh wie selbst zusammengeschraubt aussah und das Board mehr oder weniger direkt auf dem Gehäuse auf lag, wunderte ich mich eher, dass der überhaupt mal gebootet haben sollte.

Das Board wurde also fachmännisch mittels Kurzschluss hingerichtet.

So ein Boardwechsel ist ja bei neuen Rechnern kein Problem, wenn es sich bei der CPU allerdings um eine Duron mit 462er-Sockel (Einführung anno 2000) handelt, sieht die Sache schon anders aus.

Aber wir sind ja nicht die Bastelbude von nebenan, ergo bekommen wir natürlich innerhalb eines Tages ein Ersatzboard. (Einlieferung des PCs wohlgemerkt nach 17:00 Uhr)

Nach der Diagnose rufe ich den Kunden an, um ihm das Problem und den Preis für sein Ersatzteil zu nennen.

Erfahrungsgemäß geht so ein Boardtausch zwar manchmal auch ohne Neuinstallation, in der Regel aber muss man das System neu installieren, daher frage ich ihn routinemäßig nach seiner Windowslizenz. (Ja, mir ist bekannt wie es ohne geht, aber die Erfahrung zeigt, dass es mit einer Neuinstallation sauberer und einfacher ist.)

Eigentlich hab’ ich mich mit dem Thema Lizenzschlüssel nicht so und für Stammkunden macht man auch mal eine Neuinstallation, ohne dass die ihren ganzen Papierstapel mitbringen müssen, aber in diesem Fall kannte ich den Kunden nicht, an dem Rechner war keine Windowslizenz aufgeklebt und wie oben bereits beschreiben sah der Rechner auch eher zusammengepfuscht aus.

Ich habe ja kein Problem damit, wenn der Kunde keine Windowslizenz hat. Das soll er sagen, dann verkaufe ich ihm eine. Die Alternative ist, dass er eine Erklärung unterschreibt, in der er versichert, dass er eine Lizenz hat, diese aber zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorlegen kann. Es ist mir ehrlich gesagt egal, wie viele Privatpersonen ihre Software nicht ordentlich lizenzieren. Viele sind sich übrigens ihrem Unrecht gar nicht bewusst und eher dankbar, wenn man sie mal aufklärt.

Es gibt aber Dinge auf die ich allergisch reagiere. Das ist zum einen, wenn man von mir offen einfordert, ihm sein Windows mit irgendeinem Key zu installieren, zum Anderen, wenn man mich für dumm verkaufen möchte.

Herr Maier hat nun beides geschafft. Auf meine routinemäßige Frage nach der Windowslizenz, folgte ein offenes „Da hab ich keine. Ich hab das alles von meinem Nachbarn. Das können sie mir doch einfach so drauf machen.“

Meine Standardantwort, dass ich ihm in diesem Fall zwar dass Mainboard gerne einbauen könne, ihm aber leider das Windows auf keinen Fall reparieren könne und strenggenommen eigentlich den Rechner einbehalten müsste folgte eine langwierige Diskussion.

Kern war, dass ich ihm das Windows doch einfach draufmachen könne. Das würden ja schließlich alle so machen, und es würde ja keiner erfahren.

Auf meine Antwort, dass ich mich damit strafbar machen würde, fiel ihm auch nichts mehr ein.

Er wolle sich dann mit seinem Nachbarn noch mal beraten und würde dann später zurückrufen.

 


Add comment 04.12.2007


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