SPD-Schattenminister möchte gerne Blockwarte
13. August 2009
Generell ist es ja schön, dass die Parteien aus der „wir ignoriesrein sie“-Phase entwachsen sind.
Dass es vorkommt, dass ein SPD-Ininnenministerkandidat zur Positionen eine (noch) Kleinstpartei befragt wird ist auch eine Weile her.
Aber Spiegel Online erhöht ja auf diese Weise kräftig den Bekanntheitsgrad der Piratenpartei.
Zu den Vorwürfen gegen die Piraten muss ich nichts schreiben, dass haben andere schon getan. Halten wir fest, es ist schön, dass die Taktik Totschweigen nicht aufgeht.
Was mich aber an dem Artikel mehr irritiert ist die Forderung:
Und wir werden lokale Sicherheitspartnerschaften inspirieren, nach dem Motto: Wir sorgen für mehr Polizei – und die Bürgerinnen und Bürger schauen öfter mal nach ihrer alten Nachbarin.
Also man sorgt man mehr Polizei (Da hat die SPD bisher regelmäßig gespart, kann man sich also denken wie realistisch das ist.) und möchte das gute alte Blockwartmodell wieder auftauen.
Nun, sie machen ja schon Wahlkampf mit Themen der 70er und 80er Jahre. Da kann es nichts schaden auch noch ein Paar aus den 30er mitzunehmen.
Klasse Idee, man könnte ja die ganze Polizeitruppe einsparen und nur noch auf Bürgerwehr setzen. Entlastet die Gerichte, die dann wieder Zeit für wichtige Sachen wie Urheberrechtsverletzungen haben, da die Bürgerwehren schon beim Kleinstganoven Scharia-artige Bestrafungen anwenden werden.
Oder man bringt das System vollends zum erliegen, da die ganzen quängelnden Hobbyspione jeden anschwärzen, der nachts zu laut aufs Klo geht.
Entry Filed under: Netzfundstücke, Piraten, Politik. Schlagworte: Überwachung, piraten, piratenpartei, spd.
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