Archive for Juli 2009

Annoying TwitterFox behavior

I really like the Firefox add-on TwitterFox, but one thing annoys the hell out of me.

TwitterFox does access the Firefox password manager before the Firefox main window is displayed.

This is no problem, if you don’t have enabled a master password. But if you have, Firefox always wants to know your password

a)      on startup (which isn’t a problem per se)

b)      before the main window is displayed.

This results in the annoying behavior that there is a password prompt, that is easily overlooked and often not in front or focus. I.e. you only have the default password prompt, but no window and sometimes no taskbar entry.

Confirmed with Firefox 3.0.11 with TwitterFox 1.8.3 on Windows XP x64 and Firefox 3.5.1 with TwitterFox 1.8.3 on Windows Vista 32bit. (All German Version)

I think this behavior started with Version 1.8.0.

Add comment 22. Juli 2009

„Haben Sie kurz Zeit für die Piratenpartei“ – Ein Erfahrungsbericht vom Unterschriftensammeln

Ich war in meinem Leben noch nie Unterschriften sammeln, habe Flyer verteilt oder ähnliches.

Normalerweise bin ich auch was die Kontaktaufnahme mit fremden Menschen angeht eher gehemmt.

Es war für mich in der Tat eine Überwindung mich dazu durchzuringen für die Piratenpartei Unterschriften zu sammeln. Aus der Anonymität und Nestwärme des Internets in die „bedrohliche“ Welt der alten Leute mit Kugelschreibern.

Ich war bisher zweimal sammeln und habe insgesamt so um die 40 Unterschriften aus der Potsdamer Innenstadt geholt.

Beim ersten Mal war ich am Anfang, naja, zumindest zurückhaltend. Das hat sich aber nach einiger Zeit gelegt.

Es ist eben alles eine Frage der Übung. :)

Ich kann nur sagen es geht und man lernt sehr schnell, welche Zielgruppe lohnend ist, wer zwar nicht will, aber nicht weg läuft und wem man besser aus dem Weg gehen sollte.

Da wären zum einen die, die Piraten schon kennen. In der Regel jung und männlich oder (kein Scherz!) Marke „Gesuchter Sexualstraftäter“. Von denen bekommt man die Unterschrift sofort und schnell. Bei denen ist auch keine Aufklärungsarbeit mehr notwendig. Das geht schnell, das motiviert.

Dann gibt es die, die uns noch nicht kennen, die aber auch nicht reagieren. Das sind die meisten. Alles was alt (Über 40) ist, kann man in der Regel vergessen. Die sind sowieso schon festgelegt. Die gehen aber auch in der Regel einfach weiter, sagen evtl. noch „Nein, kein Interesse.“.  Was ich gelernt habe, auch Geräusche die sich wie Erbrechen, Röcheln oder ähnliches anhören können Wortmeldungen sein. Da fragt man sich zwar wo die Kinderstube geblieben ist, aber im Kern interessierte mich das auch nicht weiter.

Zu guter Letzt gibt es die, die uns noch nicht kennen, aber zuhören. Das sind vor allem junge Menschen oder solche die man evtl. als Alternative bezeichnen würde. Junge Männer kann man , fast, immer ansprechen. Junge Frauen nur ohne Kind und unter 30, am besten Studentin. Frau Marke „Disko-Schlampe“  ist Zeitverschwendung. Junge Väter hören einem zu, aber nur, wenn man die Frau/Freundin ablenkt.

Das Ansprechen dieser Leute geht relativ einfach. Hat man erstmal Augenkontakt aufgebaut und keine ablehnende Körpersprache mitbekommen, einfach direkt hin und fragen, ob sie die Piratenpartei schon kennen.

Übrigens gerade Personen die den Augenkontakt nicht halten, kann man zu einer Unterschrift bringen.

Also: kurzer Augenkontakt, dann zu Boden schauen = Hin und in den Weg stellen. :mrgreen:

Hat man erst einmal die Schwelle zur „Kommunikationserlaubnis“ überschritten geht die Arbeit los.

Das ist der eigentliche Interessante Teil, denn hier geht es ja darum, den Leuten klar zu machen, dass sie ihre Daten uns anvertrauen sollen und darum die Piratenpartei vorzustellen.

Zuerst sollte man natürlich die Standpunkte der Partei kennen. Ich bin für meinen Teil selten auf dem Weg der „Online-Rechte“ oder gar „gegen Internetsperren“ an die Leute gegangen, sondern habe die Piraten immer als Bürgerrechtspartei vorgestellt.

Natürlich habe ich die Themenreihenfolge angepasst, je nach Individuum.

Bei Jugendlichen bzw. Jungerwachsenen wurde natürlich relativ schnell der Punkt Stärkung der Privatkopie bzw. Entkriminalisierung von Filesharing genannt.

MP3-Player = Filesharing als Punkt.

Bei Vätern kamen die Punkte Bürgerrechte, OpenAccess, Staatstransparenz und freier Zugang zu Informationen gut an.

Bei jungen Frauen habe ich festgestellt bzw. hatte das Gefühl, dass es sehr auf das Wie weniger auf das Was ankam. Ein (freundliches) Lächeln und man hatte zumindest schon mal einen Fuß in der Tür. :roll:  Prinzipiell konnte man hier auch mit den Punkten Privatkopie, OpenAccess und freier Zugang zu Informationen gut an. Bei Bürgerrechten fand ich bei vielen die „Ich hab doch nichts zu verbergen“-Haltung vor. Generell war die Mitleidsnummer, nach dem Motto, jetzt steht der hier schon so lange ohne Unterschrift bzw. steht hier im Regen ganz effektiv.

Ganz selten hatten auch schon einige von den Piraten etwas gehört, hatten aber vor allem ein diffuses Bild von uns als „Kinderporno-Partei“ oder „Raubkopierer-Partei“. Das waren eigentlich, die schönsten Diskussionen bzw. Gespräche in denen ich persönlich auch zur gefühlten Höchstform aufgelaufen bin.

Hier muss man natürlich gegenhalten und die Missverständnisse, hervorgerufen durch fahrlässig falsche Berichterstattung, ausräumen. (Habe ich tatsächlich so gesagt)

Hilfreich ist es auch gewesen das Datenschutzgesetz zu kennen. Dann kann man den Leuten nämlich relativ sattelfest erklären, dass ihre Daten für gar nichts anderes genutzt werden dürfen. Außerdem kann man etwaige Befürchtungen über Nachteile mit diesem Artikel entkräften.

Generell galt aber in allen Gesprächen: Quatsch sie so lange zu, bis sie weiter müssen / wollen und dir die Unterschrift geben.

Mir hat das Unterschriften sammeln eigentlich Spaß gemacht, auch wenn ich nach dem ganzen Umherlaufen am Abend wirklich erschöpft war. Aber an einige Punkte muss ich mich echt noch gewöhnen.

Wenn man als potentieller Kinderschänder beschimpft wird fällt es einem schon schwer, nicht mit dem Klemmbrett zuzulangen. Vor allem alte Frauen kommen dann immer mit solch bescheuerten Fragen, wie „Haben sie Kinder? Nein?! Dachte ich mir!“ und lassen einem weder Zeit zum Antworten noch wollen sie die Antwort hören. Es fällt einem teilweise schwer ruhig und bestimmt gegen diese Waschweiber anzureden. Aber, das schiebe ich mal auf fehlende Abgebrühtheit meinerseits.

Irgendwo sind aber auch diese Leute gerade putzig, wenn sie davon reden, dass „es ja auch Leute gibt die in der realen Welt leben.“

Man merkt an dieser Stelle das diese Leute einfach keinen blassen Schimmer haben um was es geht und es auch nicht verstehen, wenn man es ihnen erklären will.

Diese Renitenz gegenüber Argumenten habe ich bisher sonst nur von Forentrollen erlebt.

Aber was interessieren einen schon Fakten, wenn man selbst glaubt richtig zu liegen?

Fazit: Unterschriften sammeln geht, wenn man sich ein bischen vorbereitet freundlich ist und nicht aussieht, als würde man um einen Euro betteln.

8 comments 22. Juli 2009


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